Frisch übersetzt: »Der Rancher und die flüchtende Braut«

Seine entflohene Braut an den Altar zurückzuscheuchen, ist alles, was diesen Army Ranger kümmert.

Nach Jahren des Faktenprüfens und Kaffeeholens erhält die Reporterin Lana Hunt endlich die Chance, zu glänzen. Die Enthüllungsstory über eine Ranch in Montana, auf der Soldaten Bräute für Zweckehen wie Sand am Meer finden, könnte ihr zu ihrem Traumjob verhelfen. Lana setzt ihre investigativen Fähigkeiten ein, um herauszufinden, ob die Ranch eine Sekte beherbergt oder den Stoff für Märchen hergibt. In einem Geschäft für Brautmoden beginnt sie, undercover zu ermitteln, und trifft dort ausgerechnet auf den Mann, den sie ein Jahr zuvor am Altar stehengelassen hat. 

Auch wenn Mac Kenzie von der Liebe seines Lebens sitzen gelassen wurde, liebt er Hochzeiten und hilft seinen Freunden gerne bei der Planung von deren Doppelhochzeit. Als er in den Hochzeitsladen kommt, um der Braut seines Freundes ein passendes Kleid zu empfehlen, findet er dort zu seiner großen Verblüffung seine entflohene Ex-Verlobte in einem Hochzeitskleid vor. Der Schock ist noch größer, als er feststellt, dass sie noch immer seinen Verlobungsring trägt. Da er sicher ist, dass sie noch Gefühle für ihn hegt, schlägt er ihr einen Deal vor. Wenn sie ihn bei den Hochzeitsvorbereitungen für seine Freunde unterstützt, hilft er ihr im Gegenzug, an die Story über die Purple Heart Ranch heranzukommen.

Für die Story und damit verbundene Beförderung lässt sich Lana auf Macs Forderung ein. Und als sie gemeinsam die Hochzeit für Macs Freunde planen, beginnt Lana sich zu fragen, ob sie nicht das Ende ihrer eigenen Geschichte neu schreiben sollte.

Nach Jahren, in denen Mac hinter Lanas Karriere zurückstecken musste, weiß er, dass dies die letzte Chance ist, sie für sich zu gewinnen. Und als die Abgabefrist für den Artikel näher rückt, muss er sich der Frage stellen, ob die Frau, der sein Herz seit seinem sechsten Lebensjahr gehört, sich für ihre Schlagzeile entscheidet oder für seinen Nachnamen.

»Der Rancher und die flüchtende Braut« von Shanae Johnson, aus dem Amerikanischen von Thomas Roth-Berghofer, erschienen im Verlag Those Johnson Girls am 8. Januar 2022.

Frisch übersetzt: »Der Rancher und die Schwester seines besten Freundes«

Sich in die Schwester des besten Freundes zu verlieben, gehört eigentlich nicht zum Plan, als der Army Ranger von ihr zu einer modernen Zweckehe verleitet wird.

Army Ranger Griffin ›Grizz‹ Hayes hatte mitangesehen, wie seine Mutter sich abrackerte, nachdem sein Vater die Familie verlassen hatte. Zum festen Entschluss, niemals jemandem zur Last zu fallen und einen eigenen Weg zu gehen, gehört für Grizz deshalb untrennbar die Entscheidung, niemals zu heiraten. Eine einfache Sache, denn das einzige Mädchen, das je seine Aufmerksamkeit halten konnte, ist tabu für ihn.

Patricia Keaton verliebte sich bereits in Grizz, als er sie das erste Mal aus ihrer Krippe hob und das Reimspiel Patty Cakes mit ihr spielte. In den Jahren, die der beste Freund ihres Bruders mit ihr und ihrer Familie verbrachte, vertieften sich ihre Gefühle. Jetzt ist sie volljährig und Grizz nicht mehr in der US Army. Die Zeit ist gekommen, sich den Mann, den sie liebt, zu angeln.

Als eine zwielichtige Figur Patty in Gefahr bringt, tut Grizz etwas, das er nie für möglich gehalten hätte. Er stimmt zu, Pattys Schild gegen diese Bedrohung zu werden und sie zu heiraten. Mit dem Ring am Finger hat Grizz allerdings keinen Grund mehr, Abstand zu halten, und Patty hat jeden Grund, ihre Rolle als Ehefrau gemäß Jobbeschreibung vollständig auszufüllen. Wird Grizz die ehelichen Vorteile auskosten, die ihm die Frau seiner Träume anbietet? Oder hält er die Schwester seines besten Freundes während der Laufzeit ihrer Zweckehe auf Distanz?

Finden Sie heraus, ob die Liebe tatsächlich alle Wunden heilen kann, in dieser unbeschwerten, zarten Liebesgeschichte einer zweckdienlichen Vereinbarung, die sich als tragfähige Liebe entpuppt. »Der Rancher und die Schwester seines besten Freundes« ist der zweite Band einer Reihe um Zweckehen, in denen Army Ranger von der starken, unwiderstehlichen und ein wenig übertriebenen Macht der Liebe auf den ersten Blick bezwungen werden.

»Der Rancher und die Schwester seines besten Freundes« von Shanae Johnson, aus dem Amerikanischen von Thomas Roth-Berghofer, erschienen im Verlag Tektime am 12. November 2021.

Frisch übersetzt: »Der Rancher und die zweckdienliche Braut«

Liebe auf den ersten Blick ändert die Pläne eines Army Rangers, der eine Zweckehe mit einer Rancherin eingeht.

Army Ranger Tony Keaton arbeitet nach einem strengen Zeitplan. Er hat neunzig Tage vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung eines Trainingscamps für Elitesoldaten. Seit Keaton und seine Männer den Militärdienst beendet haben, planen sie dieses Unternehmen. Ihr Problem: Das Camp, das auf dem Land der Purple Heart Ranch errichtet werden soll, benötigt für die Übungen Zugang zu einem angrenzenden Fluss. Glücklicherweise ist die atemberaubende Rancherin, der das betreffende Land gehört, zu einem Deal bereit.

Rinderzüchterin Brenda Vance feuert ihre Rancharbeiter, da diese nicht bereit sind, für eine Frau zu arbeiten. Sie hat viel Geld in die Modernisierung ihrer Ranch investiert. Um die Schulden für die neuen Maschinen zu begleichen, stimmt sie dem Verkauf des Flussabschnittes an Keaton zu. Eine Scheinehe ist jedoch der einzige Weg, die Eigentumsrechte zügig genug an ihn zu übertragen, um den Fertigstellungstermin des Trainingscamps einzuhalten. Ein hieb- und stichfester Ehevertrag bewahrt Brendas Vermögenswerte vor Schaden, doch was schützt ihr Herz?

Brenda beginnt, gefährliche Träume zu träumen, als Keaton und seine Einheit von Army Rangern das Land ganz in Brendas Sinne bewirtschaften und anstandslos ihre Anweisungen befolgen. Sie beginnt von einer Ehe zu träumen, die länger anhält, als die geschäftliche Vereinbarung vorsieht. 

Für Keaton gehören Verabredungen zwar nicht auf seine To-do-Liste, aber eine Frau wie Brenda entfacht in ihm den Wunsch, Liebe dort ganz oben hinzusetzen.

Werden der Ranger und die Rancherin ihre geschäftliche Vereinbarung einhalten und danach einfach ihrer Wege gehen? Oder ändern beide ihre Pläne und verwandeln die Zweckehe in eine Liebesheirat?

»Der Rancher und die zweckdienliche Braut« von Shanae Johnson, aus dem Amerikanischen von Thomas Roth-Berghofer, erschienen im Verlag Tektime am 17. September 2021.

Neu erschienen: »Umbra Sumus – Schatten sind wir«

Wir haben »Engelspakt«, Catherine Bells zweites Abenteuer, überarbeitet und dem Thriller außerdem ein neues Gewand spendiert.

»Umbra Sumus – Schatten sind wir«

Ihre Gabe würde die meisten Menschen in den Wahnsinn treiben, doch auf dem Weg durch die Hölle ist genau diese Gabe ihre Macht.
Mitten in der Nacht wird Schwester Catherine aus dem Bett geklingelt. Kardinal Ciban, mit dem sie ein Jahr zuvor eine Mordserie aufgeklärt hat, bricht schwer verletzt auf ihrer Türschwelle zusammen. Ein paar Straßen weiter wird die Leiche des Religionswissenschaftlers und Angelologen Alan Scrimgeour entdeckt, den Ciban unmittelbar zuvor getroffen hat. Es ging um den mysteriösen Tod der Schwester des Kardinals. Als Ciban unter Mordverdacht gerät, ermittelt Catherine. Die Suche nach Scrimgeours Mörder und Cibans Angreifer führt sie zu einem rätselhaften Jungen und zu einer Macht, die alles, was Catherine bisher an Bösem begegnet ist, in den Schatten stellt …

»Umbra Sumus« ist erhältlich als Paperback und E-Book.

Die Inner-Sanctum-Morde

Normalerweise gelingt es unserer Heldin Paula Tennant sehr gut, sich in die Gedanken von Mördern hineinzuversetzen. Instinktiv erfasst sie die Motivation von Serientätern. Sie kann sich die brutalen Geschehnisse an Tatorten vergegenwärtigen. Es gibt da aber auch diesen toten Winkel in ihrer Wahrnehmung, diesen dunklen Raum, den sie einfach nicht einsehen kann. Und in diesem toten Winkel steht der Mann, den sie seit ihrer Studienzeit bewundert und in den sie sich ernsthaft verlieben könnte. Paula hat keine Ahnung, dass ausgerechnet ihr Mentor und Boss jener Spezies Mensch angehört, die sie so sehr verabscheut.

So finster der Zorn (Paula Tennant 3)

Wenn die Liebe für das Böse blind macht …

Eigentlich wurde Agent Paula Tennant von ihrem Boss Robert Bernstein in den Urlaub geschickt, doch dann werden im stillgelegten Bereich einer Klinik drei bei lebendigem Leib autopsierte Männer entdeckt. Als bei einem der Opfer eine Münze mit den Initialen Alpha und Omega gefunden wird, werden böse Erinnerungen in Paula geweckt. Zunächst führt die Spur in den Londoner Untergrund, wo es für Mensch und Tier um Leben und Tod geht. Doch als die Gerichtsmedizin ein ungewöhnliches Implantat im Gehirn eines der Toten entdeckt, schaltet sich Bernstein mit seinem legendären Gespür für das Böse in die Ermittlungen ein. Der Fall entwickelt sich in eine Richtung, die Paulas Leben aus den Fugen hebt.

Paula Tennants persönlichster Fall. Jetzt exklusiv als Taschenbuch und Kindle-E-Book auf Amazon.de.

Über die Freude am Schreiben

»Was macht dir eigentlich so viel Freude? Warum nimmst du es auf dich, ein halbes Jahr und länger an einem Roman zu sitzen?«

Gute Frage. ›Instant Gratification‹ sieht anders aus, oder?

Wenn man das Romanschreiben nur auf einer sehr hohen Warte aus betrachtet — vorher: kein Roman; nachher: ein Roman — wäre auch mir die Zeit zu lange, bis ich mich über das Ergebnis meiner Arbeit freuen kann. Man braucht schon ein paar Erfolgserlebnisse zwischendurch. Meine Promotion hat mehrere Jahre gedauert, doch in der Zwischenzeit gab es viele Phasen, die mir Freude bereitet und Erfolgsgefühle geliefert haben. Die Entstehung eines Romans unterteile ich für mich grob in fünf: die Entwicklung des Romankonzepts und die des Exposés, das Schreiben des Rohentwurfs, die Überarbeitung (durch mich selbst) und schließlich, in Zusammenarbeit mit Koautorin, Testlesern und dem Verlag, die Fertigstellung. Wo sind darin Glücksmomente zu finden?

Von der Romanidee zum Konzept

Was für eine aufregende Zeit. Der Big Bang für den Roman und das Universum, in dem er leben soll. Diese Phase halte ich ganz bewusst kurz (in Bezug zur Schreibdauer des Romans), denn sie lässt sich beliebig ausdehnen. In dieser Zeit stöbere ich in Buchhandlungen und recherchiere in Online-Katalogen. Was würde ich gerne im Buchladen finden? In welcher Ecke sollte die Geschichte stehen, damit sie potentielle Leser finden kann?

Das Konzept besteht dann für mich aus einer losen Sammlung von Notizen mit Themen, Orten, grobe Beschreibungen von Protagonisten und von Handlungssträngen. Dieses Rumspinnen und Ideensammeln macht mir viel Spaß. Sobald ich einen ersten Klappentext formulieren kann, bin ich bereit für den nächsten Schritt.

Vom Konzept zum Exposé

Mit der Notizensammlung setze ich mich dann gerne ins Café oder mit einer Tasse Kaffee in die Stadtbücherei. Jetzt gilt es Struktur in die Sache zu bringen. Welche Ideen passen zusammen und welche nicht? Welche Ideen verstärken sich gegenseitig und welche schwächen sich? Welche Charakterzüge sollten die Protagonisten haben, um alleine schon dadurch Konfliktpotential zwischen ihnen zu schaffen? Oder wird die Geschichte abenteuerlich genug, so dass die Protagonisten bereits ein Team sein müssen? Dennoch muss es Reibungspotential zwischen den Teammitgliedern geben.

Im Kopf besetze ich meine Rollen gerne mit realen Personen. Selten ziehe ich dazu meine Freunde, Bekannten und Verwandten heran. Bekannte Schauspieler sind es auch selten. Lieber suche ich nach Bildern im Web. Ob mit Google oder über Pinterest, in Shutterstock oder anderen Bildbibliotheken, es findet sich immer jemand, der meine Fantasie anregt.

Aus alledem entwickle ich die zentrale Geschichte auf zwei oder drei Seiten. Ideen, die ich nicht verwende, kommen in einen Sammelordner. Vielleicht benötige ich sie später in einer Nebenhandlung oder in einer anderen Geschichte. Neue Ideen kommen ebenfalls hinzu, doch im Gegensatz zur vorherigen Phase müssen sich jetzt alle Ideen der neuen Geschichte unterordnen.

Strukturierung, Rollenbesetzung und die Fertigstellung des Exposés sind dabei die Dinge, die mir besonders viel Freude bereiten.

Ausgestaltung des Exposés: Der erste Entwurf

»A first draft is just the writer telling the story to him- or herself; the later drafts are about telling the important parts of that story to someone else.« J. Michael Straczynski (@straczynski)

Das Exposé steht also. Meine Protagonisten sind bereit. Nun darf ich die Protagonisten beobachten und ihr Denken und Schaffen aufzeichnen. Jedes Kapitel, das den Roman Richtung Mittelteil und schlussendlich zum Finale treibt, bringt dabei seine eigenen Herausforderungen mit sich. Jede gemeisterte Herausforderung ist enorm befriedigend.

Diese Zeit des Schreibens gehört für mich zur schönsten Zeit, denn während dieser Zeit gehört die Geschichte nur mir. Ich bin ihr einziger Kritiker. Ich darf außerdem massenweise kryptische Andeutungen über die Story machen, ohne etwas erklären zu müssen. Und wenn die Erklärung zu verworren ist: »Das ist halt Work in Progress«. Solange der Roman nicht veröffentlicht ist, ist alles im Fluss.

Schon während der erste Entwurf entsteht, überarbeite ich den Text ständig. Ein Roman entsteht nicht am Stück. Je länger der Text wird, desto mehr Kapitel muss man erneut lesen, um korrekt anknüpfen zu können. Dabei passe ich den Text an. Was wissen die Protagonisten bereits, was die Leser? Ich feile und poliere, schneide weg, kondensiere. Ich erfreue mich daran, wie Details Form annehmen.

Eigene Überarbeitung(en)

Nachdem der erste Entwurf komplett steht und ich mich ein oder zwei Wochen lang über diese Tatsache gefreut habe — und währenddessen Liegengebliebenes aufgearbeitet habe — lese ich mein Werk komplett durch und mache Anmerkungen über Anmerkungen, und ich freue mich dabei, über alles, was mir bereits gelungen ist, wo ich mit der Geschichte mitgehe, lache, verachte, traure und so weiter. Danach geht es an die Detailarbeit. Die erkannten Fehler gilt es auszumerzen, Schwächen zu beheben und die Struktur weiter zu verstärken, weiter zu feilen, weiter zu polieren.

Testleserfeedback, Lektorat, Korrektorat

Jetzt wird’s ernst(er): Das Manuskript geht an die Koautorin und an Testleser. Ich freue mich auf die Rückmeldungen und setze mich gerne mit den Kommentaren und Kritikpunkten auseinander (siehe anderswo). Das gemeinsame Ziel ist letztendlich, ein gutes Buch herzustellen, eine fesselnde Geschichte. Je besser ich das mit meiner Koautorin und den Testlesern hinbekomme, desto mehr kann danach das Lektorat zusätzlich herausholen.

Das Cover

Das Cover ist schließlich das Sahnehäubchen. Es soll der Welt die Geschichte zeigen, soll Appetit machen, den Greifreflex auslösen. Während ich schreibe, denke ich immer mal wieder darüber nach, was eventuell auf dem Cover zu sehen sein könnte, doch ich habe selten eine konkrete Vorstellung und lasse mich lieber von der Kreativität der Designer überraschen.

Fazit: »Lots of fun can be had 😀«

Man arbeitet selten an nur einem Roman. Die Phasen der verschiedenen Romane überlappen sich und verstärken so die Freude am Schreiben sogar noch. Ich besuche gerne Buchhandlungen mit meiner Frau und Koautorin und spekuliere mit ihr über Ideen — ob sie zu etwas führen oder nicht, ist dabei unerheblich. Wie in jedem Beruf muss man auch als Autor mit allerlei Problemen ringen. Doch die Freude am Schreiben überwiegt für mich bei weitem.

World Building – Weltenbau

„Fremde Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen …“

Gene Roddenberrys Worte aus dem Vorspann der Serie „Raumschiff Enterprise“, wie „Star Trek“ in Deutschland ja hieß, haben sich mir als Kind eingebrannt und mich nie wieder losgelassen. In unzähligen Sciencefiction- und Fantasy-Romanen bin ich dem Ruf des Abenteuers gefolgt, hinein in Anne McCaffreys Welt der Drachenreiter von Pern, Frank Herberts Dune, Isaac Asimovs Foundation-Universum, J. M. Straczynskis Welt von Babylon 5 usw. usf. Und jetzt baue ich eine eigene neue Welt, die das Ankh-Universum, das meine Frau und ich über viele Jahre hinweg angelegt haben, erweitert.

Eine neue Welt zu erschaffen, mit ihren Bewohnern und deren Geschichte, ihrer Technologie und Soziologie kann man als Riesenaufgabe ansehen oder als einen Riesenspaß. Ich entschied mich für letzteres, und seitdem stoße ich täglich eine andere Tür auf und finde neue, spannende Dinge dahinter. Der Wissenschaftler in mir will Konsistenz, Stringenz und Logik. Der 12-Jährige in mir will einfach nur Neues entdecken.

Die Welt in der wir leben ist so, wie wir sie uns erklären. Nicht alle Erklärungen sind richtig, aber solange eine Erklärung für uns Sinn macht und uns dabei hilft, die Welt zu verstehen und Lösungen für anfallende Probleme zu finden, bleiben wir bei einer einmal gefundenen Sichtweise. Und jede damit gefundene Lösung bestärkt uns darin, diese Erklärung beizubehalten.

Fremdartigkeit ist beim Weltenbau leicht zu erreichen. Man denke nur allein an die Verschiedenartigkeit menschlicher Kunst und Kultur, Architektur und Lebensweise in Ost und West. Abgefahrene Architektur? Kein Problem. Ausgefallene Körperformen? Schauen wir uns mal gewisse Einzeller und Viren an und erst diese Tiefseebewohner. Soziologie und Reproduktion? The sky is the limit.

Wie jedoch wird meine Welt interessant und nachvollziehbar, nicht distanziert und kalt oder gar völlig unverständlich?

Roddenberry stand vor diesem Problem beim Entwurf seines Star-Trek-Universums und anderer SF-Serien. Vor mehr als 50 Jahren wollte er Sciencefiction-Storys erzählen, die die Zuschauer berühren und zum Denken anregen sollten. Er musste sich diesen Fragen stellen, denn es gab zu jener Zeit keine echte SF-Serie im Fernsehen, keine Serie, die einen Gegenentwurf zur aktuellen Gesellschaft anbot. Er wusste bereits damals, dass

„ein Sciencefiction-Gerät oder eine Waffe dreimal so aufregend ist, wenn sie nicht auf einem fremden Planeten, sondern in einer vertrauten Erdumgebung benutzt wird. Das maßgebliche Wort ist ‚Kontrast‘.“ (Gene Roddenberry – Die autorisierte Biographie“, David Alexander, Heyne Verlag 1997, S. 407)

Als Beispiele führte er die Star-Trek-Episoden an, in der Kirk, Spock und andere Mitglieder der Besatzung in unsere Gegenwart gerieten. Sie standen besonders hoch in der Gunst der Zuschauer. Oder man denke an „Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart. Dr. McCoy gibt einer Dialysepatientin eine Pille, die der Frau eine gesunde Niere wachsen lässt. Wir verstehen – auch und insbesondere emotional – den Wert dieses ‚Sciencefiction-Geräts‘, denn es kontrastiert stark mit dem ‚finsteren Mittelalter‘, wie McCoy unsere Gegenwart bezeichnet.

Und weiter meint Roddenberry:

„Jeder erfolgreiche Autor sollte wissen, dass der einzige Feind, der in der Lage ist, eine Fernsehserie zu tragen, der Mensch selbst ist. […] Es hat noch nie ein Buch, Drehbuch, Bühnenstück oder Fernsehspiel gegeben, das ein anderes Thema als ‚Der Mensch im Kampf mit sich selbst‘ – oder mit anderen Menschen – aufgegriffen hat und dabei erfolgreich war.“ (ebenda)

Ich werde seinen Rat beherzigen.

„Gänsehaut“, „mega-spannend“

Unser neuer Roman ist seit ein paar Tagen erhältlich, und bei uns steigt die Spannung, was unsere Leser von Paula Tennants erstem Abenteuer halten. Hier erste Kommentare:

„Der Gänsehaut-Faktor war da.“

Die Tränen der Kinder [ist] ein mega-spannender Thriller mit einem kräftigen Schuss Mystery und ein paar Dan-Brown-mäßigen Lektionen in christlicher Mythologie.“

Klappentext

Spannender Thriller-Auftakt um die »International Security Agency – ISA« und ihre Agentin Paula Tennant, deren Einsatz stets dort gefragt ist, wo es um unerklärliche und besonders brutale Verbrechen geht.

Ein Grab mit einem dunklen Geheimnis. Ein heiliger Wald voller Zeichen und Rätsel. Und ein Killer, dem nichts heilig ist.

Nach einem Erdbeben nördlich von Rom gibt der »Sacro Bosco« ein grauenhaftes Geheimnis preis. In einem Massengrab werden die Überreste enthaupteter Frauen entdeckt, die zum Zeitpunkt ihrer Hinrichtung Föten in sich trugen. Kardinal Calitri, der den heiligen Wald vor kurzem erwarb, ist entsetzt. Erste Untersuchungen ergeben, dass die Skelette Jahrhunderte alt sind, doch dann werden jüngere Frauenleichname entdeckt, und eine davon stammt aus dem letzten Winter.

Nach einer gescheiterten Karriere beim FBI wird Agent Paula Tennant von der ISA rekrutiert. Als einer ihrer obersten Bosse sie auf die Sacro-Bosco-Morde ansetzt, an dem sich die italienischen Behörden die Zähne ausbeißen, wittert sie ihre Chance. Undercover beginnt sie zu ermitteln, und stößt dabei immer wieder auf das Zeichen einer stilisierten Lilie – und auf eine alte Schrift aus den Vatikanarchiven, in der von einem alten Menschheitstraum und einem diabolischen Bund die Rede ist.

Schreibpraxis: Von der Idee zur Story

Kürzlich fragte mich jemand, wie ich denn zu meinen Storys komme. Ob ich denn erst Grundthemen hätte und daraus eine Geschichte entwickeln würde oder umgekehrt. Über die Antwort musste ich doch einen Moment lang nachdenken, und sie lautet wohl: Weder noch.

Meine Storyentwicklung ist figurenzentriert. In meinem Kopf tummeln sich seit Jahren Figuren verschiedenen Alters und Geschlechts, die in verschiedensten Beziehungen zueinander stehen: Freunde und Feinde, Eltern und Kinder, potentielle Pärchen. Manche sind auf der Flucht oder der Suche nach etwas usw. usf. Außerdem sind da auch interessante Locations und aufregende Abenteuer, die die Mädchen und Jungen, Frauen und Männer und verschiedenste Kreaturen erleben könnten: „An diesem Ort würde ich gerne mal eine Kampf- oder Liebesszene spielen lassen.“, „Würde sich dieser Balkon nicht anbieten, um von hier aus den korrupten Politiker abzuhören?“, „Hier sollte ein Riss im Zeit-Raum-Kontinuum stattfinden, durch den die Y-Zecken in unser Universum eindringen.“

Wie alle Ideen in meinem Kopf, sind sie zunächst unausgearbeitet und bruchstückhaft. Es sind halt Ideen. Wie jeder Koch weiß, kann man eine Menge Zutaten in der Speisekammer habe, die, zusammen genommen, noch lange kein Gericht ergeben. Ich muss mich schon hinsetzen und ein Exposé schreiben, also einen Gesamtentwurf der Geschichte mit Anfang, Mittelteil und ausgearbeitetem Ende anfertigen, um aus den ‚fluffigen‘ Charakteren in meinem Hirn klar(er) gezeichnete Protagonisten und Antagonisten zu machen. Etliche der Ideen für Figuren verschmelzen dabei in konkrete neue Figuren, die dadurch viele Facetten bekommen und (hoffentlich) interessanter werden. (In den ersten Band meiner aktuellen Romantrilogie sind mindestens fünf verschiedene Romananfänge und Teilexposés eingeflossen.) Die ausformulierten Protagonisten und ihre Gegenspieler bestimmen dann, wie sich die Story entwickelt bzw. überhaupt entwickeln kann. Das Grundthema der Geschichte – von manchen auch Prämisse genannt – ergibt sich, mehr oder weniger deutlich formuliert, bei der Entwicklung des Exposés und hilft mir, die zu erzählende Geschichte zu verstärken.

Im Schreiben eines Exposés steckt für mich der Schlüssel für die Beurteilung der Tragfähigkeit einer Storyidee. Ein Exposé muss dafür nicht einmal besonders brilliant formuliert sein (auch wenn das natürlich hilft). Ein niedergeschriebenes Exposé gibt insbesondere anderen die Möglichkeit, sich eigene Gedanken zu machen und zu kritisieren und kommentieren. Die innere (Un)Logik kommt dann schnell zum Vorschein. Denn jeder kennt das: Was einem im Traum wunderbar logisch erschien, macht, bei hellem Tageslicht betrachtet, oftmals keinen Sinn. Das Exposé ist für mich letztendlich ein Anker, mit dem ich meine Figuren an der Story und der Prämisse befestigen kann, und umgekehrt. Es ist der Rahmen, in dem ich mit den Bestandteilen spielen kann und sehe, ob sie und wie sie zusammenpassen und wie sie miteinander interagieren.

Nach dem Roman ist vor dem Roman!

Meinem langen Schweigen könnte man entnehmen, dass die Beta-Phase für den ersten Roman der neuen Nephilim-Hunter-Reihe schlecht gelaufen ist. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Der Tenor von den Testlesern und meiner Koautorin hätte kaum besser sein können. Die Abarbeitung der laaaaangen Liste von Fragen, Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen brauchte jedoch ein Weilchen.

Da Alex und ich jetzt Romane parallel schreiben, waren die letzten Wochen auch mit einer Menge anderer Arbeiten gespickt. Unter anderem waren wir mit der Fertigstellung von unserem ersten Paula-Tennant-Roman, Die Tränen der Kinder, beschäftigt. Endkorrektorat, Klappentext, Autorenvita, Danksagung und Nachwort erforderten noch einmal unsere volle Konzentration. Am 9. Januar ist es dann endlich soweit!

Auch der Titel des zweiten Paula-Tennant-Abenteuers steht übrigens schon. Unser Arbeitstitel existierte dummerweise bereits, und so mussten wir diese Woche noch schnell nach einem neuen suchen, damit der Verlag auch für die Fortsetzung werben kann. Wir verraten ihn, sobald wir es dürfen.

Last, but not least: Wir arbeiten an einer neuen Website, die kurz vor dem Erscheinen unseres neuen Romans online gehen soll.

Und jetzt geht’s zurück an meinen zweiten Roman: Mind Rot.

%d Bloggern gefällt das: